Bürgerdialog zur Agenda 2030

Zahlreiche Vereine und Initiativen diskutieren über nachhaltige Entwicklung Rottweils

Rottweils Zukunft nachhaltig gestalten: Die Ziele der Agenda 2030 standen im Mittelpunkt des Bürgerdialogs am Samstag, 21. April. Der Nachmittag bot den Besucherinnen und Besuchern einen passenden Rahmen für Information, Austausch und Vernetzung.

„Rottweil ist derzeit eine Stadt im Aufbruch. Mit dem Testturm, dem geplanten Neubau der Justizvollzugsanstalt, der Fußgänger-Hängebrücke oder auch der aktuell laufenden Bewerbung um die Landesgartenschau 2028 wollen wir für Rottweil die Weichen in Richtung Zukunft stellen. Rottweil möchte sich aber vor allem nachhaltig weiterentwickeln“, so Oberbürgermeister Ralf Broß in seiner Eröffnungsrede. Als wichtige Felder nannte Broß Mobilitätsangebote der Zukunft angesichts des steigende Verkehrsaufkommens, die Herausforderungen der digitalen Welt, die politische Partizipation der jungen Menschen, den demographischen Wandel und die Frage der Generationengerechtigkeit: „Wir suchen  Antworten auf die Frage: Wie machen wir unsere Stadt für alle Generationen nachhaltig lebens- und liebenswert?“ Broß würdigte das große bürgerschaftliche Engagement und dankte allen, die seit über 20 Jahren im Rahmen der Lokalen Agenda 21 und darüber hinaus auf eine ökologische und nachhaltige Entwicklung der Stadt hinarbeiten.

Der Nachmittag im Kapuziner war als offene Veranstaltung angelegt, bei der die Bürgerinnen und Bürger nach Lust und Laune zu jeder Zeit kommen und gehen konnten. Viele aktive Gruppen, Bürgerinitiativen, Vereine und auch die Stadtverwaltung standen ähnlich wie bei einer Messe an individuell aufwendig gestalteten Ständen für Gespräche, Ideenaustausch und Informationen bereit. Im Rahmen der Bewerbung der Stadt für eine Landesgartenschau war die Mitmachaktion „Bring es auf den Punkt“ vor Ort. Neben den diversen Ständen wurde im Foyer des Kapuziners mit der Ausstellung „17 Orte 17 Ziele“ des Dachverbands Entwicklungspolitik Baden-Württemberg über die lokale Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Nach der Eröffnung durch den Oberbürgermeister folgten stündliche wiederkehrende Programmpunkte. Beispielsweise konnte in sogenannten Projektschmieden gemeinsam über nachhaltige Projekte nachgedacht werden. Zu jeder vollen Stunde fanden von 15 bis 17 Uhr kurze Interviews zu den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit statt. Beispielsweise standen zu den Themen Wirtschaft und Handel Detlev Maier (Vorsitzender Gewerbe- und Handelsverein) und André Lomsky (Wirtschaftsförderer Stadt Rottweil) sowie zu den Themen Umwelt und Naturschutz Katharina Baudis (BUND Schwarzwald Baar-Heuberg) und Raymund Holzer (Lokale Agenda 21) Rede und Antwort. Um 17 Uhr folgte ein Interview zu den sozialen Dimensionen der Nachhaltigkeit mit Bernhard Kraus (Mitglied Seniorenrat Rottweil) und Bürgermeister Dr. Christian Ruf. Bürgermeister Dr. Ruf war es auch, der kurz vor 18 Uhr die Veranstaltung mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten und Bürgerinnen und Bürger beendete.

„Die Veranstaltung, welche nur eine von vielen in einer von der Bewerbung um die Landesgartenschau geprägten Woche war, zeigte wiedermal wie engagiert die Rottweiler Bürgerschaft und Stadtverwaltung Projekte zur Nachhaltigkeit und zukünftigen Stadtentwicklung vorantreibt“, so das Fazit von Gudrun Müller, Leiterin der Geschäftsstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Rottweil und Maximilien Stamm vom begleitenden Büro translake aus Konstanz.

Zahlreiche Gruppen, Bürgerinitiativen, Vereine und auch die Stadtverwaltung standen beim Bürgerdialog Agenda 2030 ähnlich wie bei einer Messe an individuell gestalteten Ständen für Gespräche, Ideenaustausch und Informationen bereit.

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