Rottweil gemeinsam weiter denken!

Auftaktveranstaltung Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept in der Stadthalle

Testturm, Hängebrücke, Gartenschau – und was dann? Wie soll Rottweil in 10 Jahren aussehen? Mit diesen Fragen befassten sich am Donnerstag, 25. Juli, rund 200 Bürgerinnen und Bürger, die auf Einladung von Oberbürgermeister Ralf Broß zu einem kreativen Workshop in die Stadthalle gekommen waren. Besonderes Highlight: Eine begehbare Karte, auf der die Ideen platziert werden konnten.
„Rottweil gemeinsam weiter denken“: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger machten begeistert mit, als es galt auf einer großen Rottweil-Karte Ideen für die zukünftige Entwicklung der Stadt anzubringen (Foto: Ralf Graner Photodesign).

„Gemeinsam wollen wir einen Leitfaden für die Entwicklung Rottweils für die nächsten Jahre und Jahrzehnte entwickeln.Denn Sie, die Bürgerinnen und Bürger, wissen sehr gut, was für Ihre Stadt gut ist, was nötig und was wünschenswert ist“, motivierte OB Ralf Broß die Teilnehmer in seinem Eingangsstatment zu dem Workshop, den seitens der Stadt Olga Reich von der Abteilung Stadtplanung sowie Ina Scheidt und Benedikt Müller vom Büro Planstatt Senner organisiert hatten.

Im Mittelpunkt des Workshops: Eine  XXL-Karte von Rottweil. Die Bürger konnten zu acht Themenbereichen ihre Ideen auf Aufkleber schreiben und direkt an Ort und Stelle auf der Karte aufkleben. Viele Teilnehmer hatten allein schon sehr viel Spaß, ihre Stadt aus der Vogelperspektive zu erleben und einen ganz besonderen Stadtspazierungang zu machen. Zur Kühlung angesichts hochsommerlicher Temperaturen gab’s jede Wasser, Apfelsaftschorle und frisches Obst.

Am Ende der Veranstaltung gab Benedikt Müller einen ersten Überblick über mögliche Schwerpunkte in den einzelnen Themenfeldern:

  • Wohnen: Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum und neuen Wohnformen wie Mehrgenerationen-Wohnen, Wohnungstauschbörse einrichten, Bauherrengemeinschaften stärker unterstützen
  • Mobilität: Radwegenetz verbessern, verkehrsberuhigung Innenstadt, Parkraum schaffen
  • Wirtschaft und Arbeit: Flächen für Gewerbe und Wirtschaft schaffen, Digitalisierung ausbauen; Handel und Gastronomie stärken
  • Natur und Umwelt: Klimaneutrales Rottweil; Biotopvernetzung;Flächen renaturieren, mehr Bäume in der Innenstadt
  • Kulturelles Leben: Kultur im öffentlichen Raum, eventuell Festivals oder Kulturcafés, kulturelles Leben auch in den Teilorten stärken,
  • Bildung und Betreuung: kostenloses Angebot in Kita und Kindergarten,      Ausbau Ganztagesangebote, gesundes Essen in den Bildungseinrichtungen, Umweltbildung fördern und stärken, Vision eines Hochschulstandorts Rottweil
  • Tourismus: Ausbau der Gastronomie, mehr Sauberkeit in der Innenstadt, Sorge vor Überlastung der Innenstadt
  • Sport und Gesundheit: Freiflächen für Sport schaffen (kostenlos zugänglich),   Sportmöglichkeiten für Jedermann & generationenübergreifend, Barfußpfad, Wasser und Bewegung, Sporthallenkapazität erhöhen

Ein Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept ist ein Leitfaden für die Entwicklung Rottweils und aller Teilorte für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Die Phase der Ideenfindung soll bis Oktober abgeschlossen sein. Anschließend werden in einer zweiten Phase Maßnahmen für alle acht Bereiche entwickelt.

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