Rottweiler Musik-Festivals: so bunt wie die Landesgartenschau

Macher der Rottweiler Festival-Kultur unterstützen Bewerbung der Stadt Rottweil

Dieser Tage startet mit dem Jazzfest die Rottweiler Festivalsaison. Es folgt das klassische Musikfestival Sommersprossen, die Konzertreihe in den Rottweiler Kirchen und der Rottweiler Ferienzauber. Wie kaum eine zweite Stadt dieser Größe bietet Rottweil den insgesamt bis zu 70.000 Besuchern Musikkultur vom Feinsten, häufig getragen oder unterstützt vom ehrenamtlichen Engagement kulturbegeisterter Bürger. Eine prima Basis für das Veranstaltungsjahr einer Landesgartenschau, finden die Rottweiler Festival-Macher und stellen sich voll hinter die Bewerbung der Stadt um die Landesgartenschau 2028.

Machen sich stark für die Bewerbung der Stadt Rottweil um die Landesgartenschau 2028 (von links): Marco Schaffert und Jutta Schwab (Sommersprossen), Wolfgang Weis (Sommerkonzerte in Rottweiler Kirchen), Simon Busch (Jazzfest) und Reiner „Archie“ Armleder (Ferienzauber). Foto: Ralf Graner Fotodesign

„Der Jazzfest-Verein Rottweil unterstützt die Bewerbung Rottweils für eine Landesgartenschau ausdrücklich, da sie eine ideale Möglichkeit bietet, die Vielfalt Rottweils auf verschiedenste Art und Weise zu präsentieren“, sagt Vorsitzender Simon Busch. Er und seine Mitstreiter stecken gerade mitten in der heißen Phase der Vorbereitung für das Rottweiler Jazzfest, das mit einer Vielzahl an Konzerten in der Stallhalle und mit Jazz in Town in der Mainacht traditionell den Auftakt im Rottweiler Festival-Reigen bildet. „Eine Landesgartenschau lebt durch ein abwechslungsreiches und hochwertiges Rahmenprogramm. Ich bin mir sicher, dass das Jazzfest mit seinen Kontakten zur nationalen und internationalen Jazz- und Weltmusikszene die Landesgartenschau programmatisch bereichern kann. Ein Zusammenspiel von Landesgartenschau und Jazzfest in Form von einzigartigen Events und Aktionen kann ich mir hierfür sehr gut vorstellen.“ 

Mit dem „Rottweil Musikfestival Sommersprossen“ folgt im Juni das zweitälteste Klassikfestival Baden-Württembergs. „Die Sommersprossen sind schon lange als ,Leuchtturm‘ im Land anerkannt und werden daher auch vom Land Baden-Württemberg gefördert“, unterstreicht Kulturamtsleiter und Sommersprossen-Veranstalter Marco Schaffert. „Wir sagen Ja zur Landesgartenschau 2028 in Rottweil, weil wir hier ein enorm üppiges Kulturleben in einer tollen Stadt haben. Und das wird mit einer Landesgartenschau noch wesentlich attraktiver“, betont Schaffert. Und Jutta Schwab vom Verein Freundeskreis Sommersprossen fügt hinzu: „Rottweil blüht mit der Gartenschau auf. Unser Festival darf da natürlich nicht fehlen.“ Schaffert und Schwab sind sich einig: Im Gartenschau-Jahr sollten die Sommersprossen nicht nur wie üblich in den barocken Kirchen, im Kapuziner Sonnensaal oder im modernen Umfeld der Kunststiftung Hauser stattfinden. Ihre Vision für das Jahr 2028: „Unsere Musiker spielen sicher auch gerne mitten in einem Blumenmeer und im Glashaus der Landesgartenschau.“

Unter dem Leitmotiv „Schöpfung – Natur – Kultur“ können sich auch die Organisatoren der Reihe „Sommerkonzerte in Rottweiler Kirchen“ eine Beteiligung an der Landesgartenschau gut vorstellen. „Wir Menschen dürfen uns an Gottes Schöpfung erfreuen, wir haben aber auch eine Verantwortung für sie. Insofern sollte sich jeder Christ für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen“, so der katholische Kirchenmusiker Wolfgang Weis, der mit Kirchenmusikdirektor Johannes Vöhringer von der evangelischen Gemeinde die Reihe organisiert. Bei insgesamt acht Konzerten können die Besucher des Festivals die kunstvoll gestalteten Kirchenräume und spirituellen Hörgenuss erleben. Weis und Vöhringer würden als Verantwortliche für liturgische und konzertante Kirchenmusiktraditionen in Rottweil die Landesgartenschau gerne zum Anlass nehmen, Kirche „in die Welt hinaus“ zu öffnen, denn der selbstverständliche Transfer von einer Generation zur nächsten sei längst passé. „Wir freuen uns auf Gottesdienste und Konzerte auf dem Landesgartenschau-Gelände und möchten dazu gerne alle Besucher einladen.“

Das vierte Festival im Bunde ist zugleich der größte Publikumsmagnet: Der Rottweiler Ferienzauber lockt Jahr um Jahr im Juli und August viele Tausend Besucher auf das Veranstaltungsgelände beim Wasserturm und ins historische Kraftwerk im Neckartal. Ferienzauber-Urgestein und MuM-Vorsitzender Reiner „Archie“ Armleder betont: „Eine Landesgartenschau ist so bunt und vielfältig wie der Rottweiler Ferienzauber. Beides passt also wunderbar zusammen.“ Der MuM-Verein, der den Ferienzauber seit vielen Jahren mit der Rottweiler Agentur trend factory organisiert, stehe daher „voll hinter der Bewerbung der Stadt Rottweil.“ Armleder kann sich einen musikalischen Austausch gut vorstellen, vielleicht sogar gemeinsame Veranstaltungen in der Innenstadt oder auf dem Gelände der Landesgartenschau. „Der Ferienzauber zeigt: Rottweil kann derartig große Events erfolgreich stemmen.“

Insgesamt mobilisieren die Rottweiler Festivals nach Angaben der Veranstalter rund 70.000 Besucher, die jedes Jahr in die Stadt strömen. Sehr viel wird dabei durch die ehrenamtliche Mitarbeit Rottweiler Bürger geleistet. Kulturamtsleiter Schaffert ist sich sicher: „Das ist eine prima Basis für ein erfolgreiches und musikalisch hoch attraktives Veranstaltungsjahr im Rahmen der Landesgartenschau.“

 

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